sinchug.pages.dev

Deutscher Schäferhund kleinwüchsig

Minderwuchs ist eine bedauerliche, unheilbare Beeinträchtigung, die man keinem Vierbeiner wünschen mag. Ein Zwerg weist eine mangelhaft entwickelte Hypophyse auf, was zur Folge hat, dass bestimmte Hormone (beispielsweise Wachstumshormone) nicht erzeugt werden.
Aufgrund der reduzierten Produktion von TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) zeigen sie eine Hypothyreose. Abgesehen von der Tatsache, dass diese Hunde klein bleiben, leiden sie zusätzlich unter diversen schlimmen Begleiterscheinungen (wie beispielsweise Haarausfall, Pruritus, Entzündungen, Dysfunktionen von Leber und Nieren, verlangsamte Reaktionsfähigkeit), sofern sie nicht täglich medikamentös behandelt werden.

Zwergwuchs stellt eine autosomal-rezessive Veranlagung dar. Dies bedeutet, dass sich die Krankheit ausschließlich bei den Hunden manifestiert, welche das veränderte Gen von beiden Elternteilen geerbt haben; diese Hunde werden als P/P (positiv / positiv) klassifiziert. Die Träger dieses mutierten Gens (N/P, sprich negativ / positiv) sind klinisch unauffällig, übertragen jedoch die Krankheit auf ihre Nachkommen. Werden zwei heterozygote Hunde (N/P) verpaart, so wird theoretisch ein Viertel des Nachwuchses völlig gesund sein (N/N), die Hälfte wird Träger sein und ein Viertel wird das mutierte Gen von beiden Elternteilen erben und an Zwergwuchs leiden (P/P).

Viele Zwerge versterben bereits intrauterin oder während der Geburt. Und über 90 % der lebend geborenen Zwerge sterben schon in der ersten Lebenswoche. Welpen, die im Wachstum hinterherhinken, werden oft fälschlicherweise nicht als Zwerge erkannt. Nach vier Wochen (oder auch später) fällt auf, dass ein Welpe sich unterschiedlich zu seinen Geschwistern entwickelt. Kleinwüchsigkeit ist unter anderem auch beim Deutschen Schäferhund bekannt.
Mittels eines Gentests kann festgestellt werden, ob ein Hund Träger dieser Genmutation ist.
Und kein Hund muss aus der Zucht ausgeschlossen werden, sollte er/sie ein Genträger sein. Es muss lediglich gewährleistet sein, dass keine Paarung zwischen Genträgern mehr stattfindet.

Daher unterziehen wir unsere Hunde diesem Test auf das mutierte Gen. Auf diese Weise können wir eine Erkrankung unserer Welpen schon bei der Verpaarung der Elterntiere verhindern.


 

Besucher heute

Besucher Online


  • mit